Vielleicht mit dem Gedanken: Da muss doch noch mehr sein.
Kurz: Es geht um Gedanken, die dazu befähigen, sich für einen Moment endlich zu fühlen. Gedanken, die von Grenzenlosigkeit geführt werden. Ohne Ende. Das einzige, was an der völligen Ohnmacht hindert, ist die eingeschränkte Vorstellungskraft eines jeden Menschen.
Länger: Wieder einmal geht es um das Bewusstsein. Es muss nur darum gehen. Denn,
Wie unterschiedlich nimmt ein Mensch wahr?
Beispielsweise jemand, der an einer Tiefgarage vorbei geht:
- er könnte sich im Kopf ausmalen, was er dort alles erbeuten könnte, wenn er nur das richtige Werkzeug dabei hätte.
- ein anderer beschließt, sich beim nächsten Mal darin zu vergasen.
- der nächste wird darin Sex haben wollen.
- und noch einer, der einfach nur an einer Tiefgarage vorbei geht.
So kontrastvoll und einfallsreich sind Menschen.
Aber es geht um mehr als ein bloßer Gedanke.
Das, was in den Augen gespiegelt wird. Wie tief geht es? Wenn ich dir in deine Augen blicke, was zeigst du mir dann? Und was erlaube ich darin zu sehen?
Letzt und dennoch unendlich steht sie, die Unendlichkeit. Ich selbst beschließe, wann meine Gedanken stoppen. Wann meine Vorstellungskraft der Unendlichkeit nicht mehr ausreicht.
Das Stoppen als Option vor der Ohnmacht zu flüchten. So viele Menschen tun das.
Und wie viele es doch sind, die sich einreden, ihr Leben wert zu schätzen.
Das Wort Leben, wie es so alleine steht. Wie winzig es sich zeigt. Und was es doch alles beinhaltet.
Wie oft dieses Wort undefiniert gebraucht wird.
Bezeichnen wir diese Gedanken und wirre Gefühlswelt als Krise. Das ist fassbarer. Jeder hat eine Vorstellung einer Krise. Eine Art Midlife-Crisis. Nur ist es eben keine Midlife-Crisis. Denn diese setzt in gewisser Weise ein erreichtes Alter voraus. Die Krise, von der hier die Rede ist, ist Alter-unabhängig.
Sie äußert sich in Augenblicken. In Assoziationen
- wenn man einen Vogel fliegen sieht
- wenn man nachts den Mond anblickt
- wenn man in die Straßenbahn steigt
- wenn man einkauft und mit einer Supermarkttüte durch die Straßen läuft
- sie äußert sich an Wertvorstellungen
- an der Freude, die man empfindet und wie sehr man diese versucht festzuhalten
Ist deine Lache herzlich? Wenn nicht, dann lass es.
Kurze Ausschnitte einer Erkenntnis der Existenz einer Unendlichkeit könnten sein, wie oft ein Würfel teilbar ist. Wie klein kann er werden? Wie muss er geteilt werden, um die unendliche Zahl zu überschreiten und noch öfter geteilt werden kann?
Und was ist eigentlich noch alles da?
Ist da noch mehr oder war das alles?
Erschreckend. Interessant. Bereichernd.
Kurzer Ausschnitt einer Auseinandersetzung. Und das ist noch gar nichts.
Posted: April 25th, 2010
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IrRationalität
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Über die Wirklichkeit anzufangen nachzudenken ist es nicht zu spät.
Meine Kindheit war ein Märchen. Eine Wirklichkeit gab es nicht. Ob es sie jetzt gibt…bitte frag mich nicht.
Ein Blick in die Masse. Genauso abrupt kam es über mich. Der Fall. Die Schwäche. Die Last. Die endliche Freude.
Und ich identifizierte mich. Ja, das tat ich. Zu wem man im Laufe seines Lebens Identitäten bezieht, ist unterschiedlich.
Mein Hubert. Er bleibt der Mann. Der Mann ist ein Prinz, den ich nie geküsst habe. Er ist der Kobold, der einem das Leben retten wird.
Er weiß es nicht. Aber in der letzten Sekunde meines Lebens werde ich an ihn denken. Er ist unwirklich. So wie der Rest meiner Welt.
Aber, zu wem man im Laufe seines Lebens Beziehungen aufbaut ist unterschiedlich. Und so läuft das.
Ich schwanke jeden Tag, jeden Tag, und bitte lies deutlich, jeden Tag zwischen meinem Mädchen-Dasein & dem Dasein der wachsenden Frau in mir.
Nicht nur das. Auf meine Authentizität werde ich bis auf den Rest meines Lebens bestehen.
Hinzu kommt, dass meine Lebensfreude sich auf gewisse Momente, wenige Sekunden bezieht. In diesen Augenblicken kann ich sagen, und wirklich, vom Herzen sagen, dass es mir gut geht.
Als Opposition stehen aufrecht die bedrückenden Erkenntnisse. Sie lassen mich nicht am Leben erfreuen. Auch nicht wirklich sein.
Ja und was bleibt. Es bleibt ungreifbar die Liebe.
Man flutet auf dem Strom der Postmoderne in der Hoffnung auf Sicht. Einer imaginären Freiheit. Die sich jemand ausdachte, der zu viel Zeit und zu viel zu Rauchen hatte.
Wo auch immer er war. Es gab ihn. Ihn und die Guten. Die wahren Guten.
Welcher Wirklichkeit begegne ich, wenn ich Menschen nach Wissenden und Nichtwissenden unterscheide? Wie tief greife ich? Oder durchbohre ich nicht einmal die Oberfläche…
Posted: April 12th, 2010
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Schläfrig. Gleichzeitig so nüchtern wie schon lange nicht mehr.
Ich schaue aus dem Fenster. In der Hoffnung etwas wahrzunehmen, das mich aus meiner Nüchternheit befreit.
Die Sonne beginnt zu brennen und wirft ihre Glut auf das Haus, das mir gegenüber steht.
Die Leute wissen nicht, dass sie da nicht mehr heraus kommen. Sie werden ersticken.
Gleichgültigkeit. Der Gedanke, der mich in Ohnmacht versetzt, tritt ein. 
Das Haus fängt an zu brennen. Das Feuer wirft Licht bis in die Unendlichkeit, die ich niemals wahrnehmen werde. Nie in ihrer Vollkommenheit betrachten werde.
Vielleicht nimmt sie jemand wahr.
Es ist zu früh. Die meisten Menschen regen sich noch nicht. Sie träumen von einer Unendlichkeit.
Vielleicht.
Vielleicht träumen sie aber auch gedankenvoll und demütig das Unwiderrufliche.
Die Glut zieht weiter. Nimmt ihren Weg. Wie er vorgegeben ist. Sie verändert ihn nicht.
Eine Frau erscheint am Balkon des brennenden Hauses. Vielleicht springt sie. Vielleicht ist es für sie nicht zu früh.
Sie steht da. Beruhigt. Keine Spur von Demut. In ihrem Blick ein Hauch von Unendlichkeit.
Spott.
Sie drückt ihre Zigarette an der brennenden Wand aus und verschwindet.
Posted: April 8th, 2010
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