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Nantes

Und so entsetzt es sich. Ich platziere woanders. Und mein Gegenüber überwellt mich. Der größte Blutstau meines Lebens.

Mein Hinterlassen betrifft nur den Nachbarn meines Egos. Der Nachbar als fünfzigjähriger Nichtsnutz. Verschwendung. Sie ähnelt allem, was ich höre. All das, was ich bisher hörte. Und jetzt will ich nicht mehr.

Menschen, mein letzter Wunsch, den ich mir sehnsüchtiger als alles erdenkliche Sonst wünsche, zu meinem Geburtstag, ja, dem Tag, an dem das Unwiderrufliche begann. Das Bewusstsein.

Was ich mir also am meisten wünsche, kein einziges menschliches Wort mehr zu vernehmen. Ihr dürft es für euch behalten. Euer Gefasel hat die Welt mehr als verschlechtert. Und meine Entscheidung steht fest. Außerdem werde auch ich mich von der menschlichen verbalen Sprache verabschieden. Das gesprochene Wort zeigt keinen Wert. Das hat es nie getan. Aber wissen, tue ich gar nichts.

Sich als Aufgabe zu setzen, die Welt zu verändern, entpuppt sich als Dilemma. Sie verwirklichen zu wollen wandelt zum Rückschlag. Einbildung sei die Ausnahme.

Also gehe ich durch die Straßen und rede mir nicht ein mit meinen nantes-2009-032Worten etwas zu bewirken. Falls diese jemanden treffen, auf eine interessante, gewöhnliche, vielleicht intelligente Art, okay. Bei mir prallen Worte ab und werden zerstört, wie ein Paketfilter einer Firewall den Müll zerstört, der dort nicht hingehört. Schlicht und ergreifend. Meine Aufgabe war wohl nie diese gewesen.

Stimmen vergehen. Was bleibt sind Erinnerungen an gesagte Dinge in jenem Moment. In dem eigenen Kopf ergeben diese einen Sinn. Sie erfahren eine Bedeutung, die wohl in jedem Menschen anders zu Teil werden.

Und ich behalte dich verkehrt. Sowieso.

Posted: November 22nd, 2009
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